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2013-02-22 Lebenswerter LANDKREIS - Erreichte Ziele

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2013-02-17 Lebenswerter LANDKREIS-„ Bürgerinitiative fragt – Bürgermeisterkandidaten antworten“

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2013-02-01 Mitteilung HUMAN BIOMONITORING

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2012-12-06

Stellungnahme der Bürgerinitiative Lebenswertes Wonfurt e.V. zur PM von LGL und LfU

 

Unabhängiges humantoxikologisches Gutachten und Untersuchungsausschuss im Bayerischen Landtag im Giftskandal Loacker nicht mehr abwendbar

 

Wäre heute nicht Nikolausabend, so könnte man die neue PM von den Ämtern LGL und LfU als Aprilscherz werten. Leider sieht die Situation rund um Loacker in Wonfurt anders aus als von diesen Ämtern gerne gewollt. Die Ankündigung eines Biomonitorings der Wonfurter beschränkt auf Blei und PCB ist eine klare Absage gegen die Wahrheitsfindung und Verantwortungsübernahme im Giftskandal Loacker. Diese Absage richtet sich nicht nur gegen die Menschen aus Wonfurt, sondern auch gegen die Betroffenen aus Haßfurt und Wülflingen. Es dient nicht wie angekündigt zur Beruhigung der Menschen, höchstens der Beruhigung des eigenen schlechten Gewissens. Noch vor gut einem Jahr haben diese Ämter unteranderem das Nervengift Arsen als äußerst kritisch betrachtet. Jetzt gut ein Jahr danach wird dieses an erster Stelle stehende Nervengift gar nicht mehr beachtet.

 

Entgegen allen Fakten wie auch von den Vorsitzenden des Umweltausschusses im Bayerischen Landtag Dr. Christian Magerl schon angeprangert:  „Denn der Inhalt des Zwischenberichts liegt bereits vor. Demnach gibt es einen deutlich erhöhten Kupfer- und Cadmiumgehalt im Boden und bayernweite „Spitzenwerte“ bei Arsen, Blei, Cadmium oder Molybdän im Schwebstaub.“

 

Es geht nicht darum, dass keine Grenzwerte überschritten werden, sondern darum, dass sich die Stäube des Betriebs anhäufen und die giftigen Inhaltsstoffe nach und nach die Umwelt und die Menschen vergiften. Vor einem Jahr hat die Bürgerinitiative ein humantoxikologisches Gutachten für Mensch, Boden, Umwelt und bei der Betreiberin Loacker gefordert. Aus dieser Forderung wird sich die Staatsregierung nicht mehr hinausschleichen können. Die Ämter LGL und LfU sind im Giftskandal schon ab dem Genehmigungsverfahren Fichtler/Loacker involviert und somit als Beurteilungsbehörde wegen Befangenheit strikt abzulehnen.  Des Weiteren bedarf es einen Untersuchungsausschuss im Bayerischen Landtag in der Sache Giftskandal Loacker. Dabei sollten auch die Standorte Regensburg und Donauwörth eingebunden werden.

 

Die Fakten:

 

1) Messungen wurden durchgeführt, während die Firma nach eigenen Angaben nur eine von drei Verarbeitungslinien in Betrieb hatte.

 

2) Selbst den Untersuchungsinstituten lagen keine Stoffmengenströme vor. Recyclingmaterial ist nicht gleich Recyclingmaterial. Somit können keine verlässlichen Aussagen über die Gefährdung durch die Firma gemacht werden. Im Moment klagt die BI beim Verwaltungsgericht um die Herausgabe dieser Stoffmengenströme. Allerdings werden wir diese Daten auch auf ihren bescheidkonformen Inhalt prüfen. Umso mehr, da die Verantwortlichen der Firma jüngst Unregelmäßigkeiten in den Daten am Stammsitz in Götzis zugegeben haben.

 

3) Im November 2011 hat Herr Loacker versprochen, dass der Betrieb schnellstmöglich eingehaust wird. Jetzt über ein Jahr später liegen die Pläne immer noch nicht komplett vor und sollen im vereinfachten Verfahren der Öffentlichkeit vorenthalten werden.

 

4) Wenn, wie Herr Nettinger immer wieder betont, die Firma Loacker so sauber wie kein anderer Betrieb der Branche arbeitet, dann bleibt zu fragen, wie es dann seit 2009 zu etlichen Bränden in und deutliche Staubverfrachtungen aus der Firma kommen konnte. Die Verfrachtungen waren für die Behörde nichts Neues. Schon vor der Betriebserweiterung haben Nachbarn 1999 die Behörde in Kenntnis gesetzt. Gleiches gilt für die Brände. Schließlich kam es zu einem Brand mit Verletzten, obwohl die Anlage noch gar nicht abgenommen wurde. Dennoch hat die Behörde im Wissen um die Problematik bei Loacker die Genehmigung erteilt und erst im August 2012 auf die sich immer wiederholenden Brände reagiert. Staubverfrachtungen gibt es auch noch heute. Des Weiteren hat Loacker auch am Stammsitz in Götzis –Vorarlberg, die Bevölkerung und die Behörden im Nacken. Warum kommt es auch dort vor Ort immer wieder zu Bränden und zuletzt zu der Androhung einer Betriebsstilllegung durch die österreichischen Behörden? Sicherlich nicht, weil sich Loacker Umweltbewusstsein auf die Fahne geschrieben hat, sondern lediglich Profit.

 

5) Alle Messungen, wir sprechen hier von Innenraummessung, Messungen an den Abluftkaminen, Biomonitoring bei nicht allen Mitarbeitern von Loacker Wonfurt, Bodenuntersuchungen, die Staubniederschlag- und PM10-Messungen  von BBM Müller, wurden von Loacker gezahlt und sind deshalb als aussagekräftige und wahrheitsfindende Ergebnisse abzulehnen.

 

6) Wer nichts zu verbergen hat, wie Loacker, der kann auch seine Betriebsunterlagen nach dem Umweltinformationsgesetz offenlegen und muss nicht dagegen gerichtlich vorgehen – zudem die Firma noch die Möglichkeit hatte Betriebsgeheimnisse in den Unterlagen im Nachhinein zu schwärzen.

 

7) Auf welcher Grundlage kommt man beim LFU und LGL zu dem Ergebnis, dass keine Gefährdung von der Firma ausgeht? Und das mit dem Wissen  der Behörde, dass bei Anrainer  Schwermetall- und Arsenvergiftungen vorliegen.

 

8) Es wird immer über einzelne Grenzwerte für giftige Stoffe gesprochen, es muss aber beachtet werden, dass durch die Firma wohl ein ganzes Sortiment an Giftstoffen an die Umwelt abgegeben werden. Von Toxikologen als Giftcocktail bezeichnet.

 

9) Letzte Messungen beziehen sich auf ein Biopflanzenmonitoring, das als Verfahren überhaupt nicht erprobt ist. Die untersuchenden Institute müssen hierbei erst die genauen Mess- und Untersuchungsmethoden entwickeln.  Angeblich liegen schon Zwischenberichte vor, die mehr als erschreckend sind. Neueste Ankündigungen sprechen aber von März 2013. Inwieweit diese Ergebnisse aussagekräftig sind, steht dann auch noch in den Sternen. Das ist sicherlich nicht ein schnelles zielstrebiges Handeln, wie so oft angekündigt und versprochen.

 

Fazit: Ein unabhängiges humantoxikologisches Gutachten durchgeführt durch den Humantoxikologen Herrn Dr. Kruse von der Uni Kiel und die Bildung eines Untersuchungsausschusses im Bayerischen Landtag im Giftskandal Loacker sind nicht mehr abwendbar. Der Freistaat Bayern steht jetzt in der Pflicht, allem voran der Umweltminister Dr. Marcel Huber.

 

 

Die Vorstandschaft                                                                                                                      Bürgerinitiative Lebenswertes Wonfurt e.V.

 

 


2012-09-05 Loacker geht nach Brand wieder in Betrieb

2012-09-05_Protest_muss_erhoeht_werden_.pdf



2012-04-14 Vorteilsgewährung im Amt

2012-04-14_Vorteilsgewaehrung_im_Amt_gegen_.pdf


Das Landratsamt Haßberge hat der Firma Locker mit heutigem Bescheid auch die Verarbeitung von Kabelschrott mit sofortiger Wirkung untersagt. Damit ist der Betrieb der Fa. Loacker Recycling GmbH insgesamt stillgelegt.

2012-04-13_BI-Richtigstellung_PM_LRA.pdf

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